Letztes Wochenende durfte der erst 17-jährige Leon Carich sein höchst erfolgreiches Debut beim ersten Austrian-Boxing-Circle-Turnier in Wels feiern. Über drei Runden lieferte er einen dominanten Fight und gewann einstimmig nach Punkten.
Das freut mich ganz besonders, da ich Leon schon seit über einem Jahr orthopädisch-traumatologisch als Arzt betreuen darf. Besonders im Spitzensport ist ein starkes Umfeld für den jetzigen und zukünftigen Erfolg entscheidend. Während große Vereine im Mannschaftsteamsport heutzutage standardmäßig dieses Setting vorweisen können, tun sich Einzelkämpfer in Randsportarten oft schwer, die notwendige Unterstützung abseits vom routinemäßigen Training zu erhalten. Daher ist es umso erfreulicher, dass Leon von seinem Vater Daniel Carich betreut wird, welcher durch die Leitung der Itokai Kampfkunstschule mit mehreren Standorten im Umkreis von Neulengbach selbst ausreichend Erfahrung im Kampfsport vorweisen kann. Bereits im Alter von drei Jahren begann Leon dort mit dem Karatetraining (2. Dan) und später mit dem Kickboxen (1. Dan) bevor er sich dem Boxsport widmete. Mit seinem Vater wird bereits früh morgens an Technik, Athletik und mentaler Stärke gearbeitet. Neben der sportlichen kommt durch den Besuch des Schulleistungssportzentrum Wien West auch die schulische Ausbildung nicht zu kurz. Danach folgen weitere Trainingseinheiten entweder mit seinem Vater oder mehrmals wöchentlich im Boxclub Bounce in Wien. All das wird durch eine professionelle Athletik- und Trainingsplanung von einem Sportwissenschaftler koordiniert, ohne die ein gezieltes Weiterkommen nur schwer möglich ist. Trotz dieser optimalen Voraussetzungen meldet sich der Körper eines Sportlers zwischenzeitlich auch schon in jungen Jahren, weshalb ich von seinem Vater Daniel ins Betreuerteam geholt wurde, um Leon medizinisch zu unterstützen. Zum Glück mussten wir bis jetzt noch keine schlimmeren Verletzungen behandeln, denn es zeigt sich, dass durch gezielte vorbeugende Arbeit, eben genau solche Beschwerden vermieden werden können. Selbst durch den besten Trainingsplan kann es zu Überlastungen der beanspruchten Muskulatur kommen, wodurch das Risiko von Verletzungen steigt. Wir haben durch den Einsatz der hochenergetischen Magnetfeldtherapie (EMTT) muskuläre Überlastungen bislang immer schnell und therapieeffizient in den Griff bekommen. Durch die gezielte Kommunikation zwischen behandelndem Arzt und den Physiotherapeuten sowie dem Sportwissenschaftler wird immer rasch auf die aktuelle körperliche Situation eingegangen.
Am Beispiel von Leon sieht man, wie wichtig eine professionelle Zusammenarbeit im sportlichen Setting und der ständige Austausch zwischen den behandelnden Betreuern ist, und dass dies auch bei Randsportarten abseits großer Vereine möglich sein kann. Denn hinter jedem Erfolg steckt eine Menge harter Arbeit, die man ohne Unterstützung nur schwer allein meistern kann. Gepaart mit der nötigen Motivation wird der eingeschlagene Weg konsequent fortgesetzt und dadurch die gesteckten Ziele erreicht.
Es ist mir immer eine besondere Freude mit jungen erfolgshungrigen Sportlern zu arbeiten, da man als Orthopäde nicht nur bei körperlichen Beschwerden und Verletzungen, sondern auch prophylaktisch aktiv werden kann.
Ich freue mich, Teil von Leons Betreuerteam sein zu dürfen und wünsche ihm für die weitere sportliche Zukunft alles Gute!
